ANDREAS MÜHLLEITNER
LEISES LAND
Diese Werkreihe, an der ich seit vielen Jahren arbeite, zeigt das winterliche Hügelland des Innviertels – und entzieht sich dabei bewusst den gängigen Bildtraditionen dieser Jahreszeit. Kein Winterwunderland. Keine Postkartenidylle. Stattdessen entfaltet sich eine leise, zurückhaltende Bildwelt, die gerade in ihrer Reduktion eine besondere Intensität gewinnt.
Die Serie gliedert sich in zwei miteinander verbundene Werkgruppen. Die erste versammelt streng komponierte, grafisch wirkende Aufnahmen, in denen die Landschaft in klaren Strukturen und Kontrasten erscheint. Hier wird das Terrain lesbar als Gefüge von Linien und Flächen – als eine reduzierte Ordnung.
Die zweite Werkgruppe führt diese Ordnung an ihre Grenze. In Szenen des Schneetreibens beginnen sich die zuvor klar definierten Formen aufzulösen. Mostobstbäume und Eichen, Feldwege, Siloballen am Rand der Äcker sowie dunkle Waldränder erscheinen nur noch als schemenhafte Setzungen im Raum. Die Landschaft verliert an Kontur, wird fragil, beinahe flüchtig. Sichtbarkeit wird zu einem instabilen Zustand.
























